Schauen lernen

wir feiern Fronleichnam – ein Fest des Schauens. Ja, das Schauen. Ich glaube, wir haben heute wieder eine Schule des Schauens nötig. Schauen unterscheidet sich vom Sehen. Sehen können und müssen unsere Augen viel, auf dem Bildschirm, auf dem Smartphone, im dichten Straßenverkehr – und unsere Augen sind flink geworden. Oft aber auch unruhig, gehetzt, sie bleiben auf keinem Punkt, und auch müde – vom stundenlangen Starren auf Monitore. So bewegen sich unsere Augen oft flüchtig
und oberflächlich über eine Unmenge von Informationen, die wir in der Tiefe kaum erfassen, sondern schnell wieder weiterwischen und die nächste suchen. Das sind unsere Sehgewohnheiten weithin. Fronleichnam aber will unsere Sehnsucht nach dem Schauen stillen, einem tiefen Schauen.

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